Donnerstag, 20. Dezember 2018

Wenn du auf dein Herz hören willst

Wenn du auf dein Herz hören willst,
dann glaube nicht dem Schmerz, 
welcher dir vor langer Zeit widerfuhr
und sich auch häufig wiederholte.
DU bist nicht der Schmerz,
welchen dein Herz zu fühlen scheint.
Schmerz wird erzeugt durch die Projektion 
in deinem Denken,
dass die Dinge hätten anders laufen können oder sollen.
Und damit kannst du dich selbst dann ganz wundervoll quälen - 
jahrelang, jahrzehntelang - 
wenn du dies willst und wählst.
Nun geschah es aber, 
dass sich da wohl Schmerz ausbreiten konnte.
Einen Knopf um ihn auszuschalten gibt es nicht.
So zu tun, als wäre er nicht da, hilft nicht.
Denn dann kommt er irgendwann nur noch eindrücklicher,
 noch "unüberfühlbarer" zurück.
Wie ihm also begegnen?
Indem du ihn beobachtest!
Kannst du beobachten, erkunden, entdecken, 
wie sich der Schmerz in dir zu zeigen scheint,
welche Dinge er nach und nach in dir hochkochen lässt?
Kannst du vielleicht sogar Bilder erkennen, 
dich sogleich an Situationen oder Menschen erinnern?
Erinnerst du dich sogleich an jene Geschichten, 
die zu diesem Schmerz zu gehören scheinen?
Beobachten ist gut - das ist das einzige worum es geht!
Aber dich nun wieder in Interpretationen oder erwünschten Korrekturen
 deiner längst vergangenen Geschichte zu verlieren, ist ungünstig!
Fehler zu suchen, dich selbst oder Ader zu verurteilen 
und dir immer wieder davon innerlich erzählen zu lassen, 
ist kontraproduktiv! 
Dadurch wird sich nie etwas verändern.
Wann immer dies geschieht,
beobachte wieder, was da vor sich geht, in dir abzulaufen beginnt.
Beobachte, wie dein Verstand mit diesen Dingen umgehen will. 
beobachte:
Macht er dies immer wieder auf ähnliche Weise?
Kennt er unterschiedliche Strategien?
Hüpft er von einer Geschichte in die nächste?
Oder kreist er immer um dasselbe?
Was für Ideen schickt er zu dir?
Sind Handlungsimpulse für dich zu beobachten?
Wie reagiert dein menschliches Wesen auf diese Dinge?
Muss es überhaupt jetzt auch noch so reagieren,
oder kann es nur beobachten, ohne in eine Handlung überzugehen,
 ohne zu kämpfen, ohne wütend zu werden?
Kannst du sehen, fühlen, erkennen, wozu er dich drängen will?
Beachte aber:
Es geht NICHT darum, deinen Verstand zu stoppen! 
Es geht rein und einzig darum zu beobachten, was da abläuft. 
Schau es nur an. 
Du brauchst sonst nichts zu tun.
Kannst du dies alles mit Abstand beobachten, 
ohne dich in die Geschichte selbst zu verheddern, 
ohne mit dem Verstand mitzugehen und zu sagen: 
"Ja, das stimmt, so oder so hätte es sein müssen, 
dies oder jenes hätte ich gewollt und deswegen leide ich nun. 
Deswegen muss ich so wütend sein, mich oder andere verachten,
 blockieren, loswerden, bestrafen etc."
DU bist nichts weiter als Beobachter einer Geschichte, 
die in Form "deines Lebens" abläuft.
Dieses Bewusstseinszustand einzunehmen verlangt Übung, 
oft genug auch eine bewusste Konfrontation mit alten Gewohnheiten.
Denn wenn du irgendwann einmal in die Lage kommen willst, 
wirklich auf die Tiefe deiner Seele und auf dein reines, 
unverfälschtes Herz zu hören,
dann musst du unterscheiden können,
wenn Angst und alter Schmerz oder Groll aus ihm spricht
 und dir Geschichten zu erzählen beginnt.
Ein reines Herz ist in der Lage, 
diese Geschichten dort zu lassen, 
wo sie sind, ohne sie in das JETZT zu übertragen,
ohne bestimmte Ego- und konditionierte Wünsche zwischen dich 
und seine reinste, klarste Stimme zu stellen.
Du erkennst dann JETZT ist JETZT!
Nichts Anderes gibt es,
nichts Anderes zählt.
Der alte Schmerz kann da sein,
wenn er eben daher kommt.
Es geht nicht darum, dass du jederzeit perfekt geheilt sein müsstest, 
um der reinen Stimme deines Herzens zu folgen.
Beachte ihn, nimm ihn beobachtend wahr.
Aber nimm auch wahr, dass es nur Angst ist,
welche hier spricht.
Verfalle nicht dem Irrtum,
dass aus Angst die Wahrheit spräche.
Das tut sie nicht - nie!
DU bist nicht der Schmerz, 
welcher dir einst zu widerfahren schien.
Du warst nur anwesend in einer Geschichte,
in der Schmerz und Drama eine Rolle spielten.
Doch diese Geschichten wollen beendet werden.
Dies können sie nur,
wenn du bereit bist, sie nicht länger als Gradmesser oder
 Bewertungsgrundlage für dein JETZT anzunehmen.
Wenn du auf dein Herz hören willst,
dann höre tiefer, noch tiefer in dich hinein.
So tief, bis du nichts mehr finden kannst,
außer Stille und Weite.
Aus deiner ewigen Weite entspringt die Wahrheit über DICH.
Und wenn SIE dich finden darf,
wenn SIE sich in dich ausbreiten darf,
wenn du akzeptieren kannst,
dass dort NICHTS ist, 
NICHTS was dich quält oder belastet, 
nichts das du erreichen müsstest, 
oder wonach du suchen müsstest, 
dann wird auch der alte Schmerz allmählich verschwinden - 
als hätte es ihn nie gegeben.
So wird auch dein menschliches Wesen heilen.
Nur das Finden der Wahrheit über DICH,
dich ihr ganz und gar hinzugeben,
wird dein menschliches Wesen 
vollkommen gesunden lassen.
Möchtest du jenen Ort in dir wieder spüren, 
an dem einfach alles nur Frieden, Weite und Liebe ist, 
ein Ort, der dein wahres Zuhause ist und dessen Wiedereroberung 
es dir ermöglicht, frei von äußeren Erscheinungen der materiellen Welt, 
einfach zu SEIN - frei und leicht? 
Obwohl dir niemand genau sagen kann, 
WIE dein individueller Weg dorthin aussehen wird, 
so findest du dennoch hilfreiche Übungen 
und viele wichtige Hinweise und Einblicke in meinem Buch
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Text und Bild (c) Eva-Maria Eleni





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