Freitag, 27. November 2020

Kannst du es ertragen, wenn die alten Weltbilder vergehen, weil ihre Zeit gekommen ist?

@Eva Maria Eleni
Alles was einst kam, wird auch vergehen.
Alles was einst geboren wurde, muss eines Tages weichen.
Ja, das ist oft nicht einfach!
Vor allem deswegen, weil die Menschen daran gewöhnt wurden, 
Menschen, Dinge oder bestimmte Situationen "für sich" zu beanspruchen. 
Sie meinen sich dann gar selbst mit diesen Dingen "verwoben". 
Sie fühlen sich abhängig, dass diese Dinge 
in bestimmten gewohnten Formen verbleiben. 
Sie sind also nicht mehr frei, 
sondern Teil von etwas, von etwas Vergänglichem.
Und dies erschafft Leid!
Alles was einst kam, wird auch wieder gehen!
Das was nie gekommen ist, weil es immer war,
 ist NICHT von dieser Welt! 
Es kann daher weder erzeugt noch gekauft werden, 
auch darauf zu warten hilft nicht!
Es IST - einfach so, IMMER - 
selbst wenn die Stunden sehr dunkel anmuten.
Weil es nie geboren wurde kann es auch nicht sterben!
Siehst du es, erkennst du es?
Wer kann es noch wahrnehmen, erinnert sich?
Das, was DU BIST, ist NICHT von dieser Welt!
Und doch ist es dir gegeben jetzt in ihr zu wandeln.
So frage dich wonach du dich richtest!
Schaust du wehmütig auf jenes was zerbricht, 
oder fühlst du auch das, was dadurch endlich befreit wird?
Wehmut darf sein, Trauer darf sein - 
kannst dies annehmen ohne dich darin zu verlieren, 
darin aufzugehen, dass du nichts mehr siehst außer Trauer?
Oder schimpfst du noch immer lieber auf andere 
und suchst nach deren Fehlern, im AUßEN?
Kannst du den Tanz des heilenden Feuers ertragen?
Worauf bist du ausgerichtet?
Ist es die Liebe, oder ist es das verherrlichte Denken und Glauben?
Übst du dich in Kontemplation und Innenschau?
Was spaltet dich IN DIR von der Ewige Liebe ab?
Wie wichtig nimmst du diese "Erscheinungen" noch, 
wie sehr hängst du ihnen nach?
Dieser Weg ist NUR für jene, 
die wirklich ehrlich mit sich sein können.
Ist DEIN Bestreben wahrhaft und ehrlich?
So wirst du zu deinem Zeitpunkt zu jenen gehören, 
die im Kleid der Wahren Liebe des ewigen EINEN wandeln.
Überlass dein menschliches Wesen der tiefen Führung
 und stelle sie endlich nicht mehr in Frage!
Lass dir zeigen, lass dich darauf ein und dir wird gezeigt werden!
HINGABE an das SEIN!
Möge Gott dich segnen und schützen zu dieser besonderen Zeit
 auf dass die LIEBE des EWIGEN wieder zu deinem Himmelreich werde.

✨🎄🎄🎄Geschenk-Ideen zum Weihnachts-Fest 🎄🎄🎄✨
http://eva-maria-eleni.blogspot.com/.../09/meine-bucher.html
Wichtige Unterstützung für dich:
Wenn du dich tiefer in die Materie einlassen magst, 
so möchte ich dir ganz besonders für diese Zeit 
meine Bücher ans Herz legen - insbesondere die letzten drei:
- Liebe ist Freiheit: 
http://eva-maria-eleni.blogspot.com/.../buch-liebe-ist...
- Die Rückkehr der sanften Krieger: 
http://eva-maria-eleni.blogspot.com/.../die-ruckkehr-der...
- Die Befreiung kraftvoller Weiblichkeit: 

Text und Bild © Eva-Maria Eleni 

Dienstag, 24. November 2020

WAHRHEIT oder MEINUNG?

Monika Blencke

Wer kennt sie nicht - 
Situationen die völlig VERFAHREN oder Konflikt BELASTET sind
 und du weißt im Moment nicht - 
wie du aus diesem Schlamassel wieder heraus kommen sollst? 
Du weißt einfach nicht - 
wie oder womit du eine Besserung herbeiführen kannst? 
Geh erst einmal RAUS aus dieser Situation - 
und versuch es dann mit der WAHRHEIT. 
Und zwar in aller STILLE! 
Schau dir die Situation einmal genauer an - 
denn meistens hat sie mit der auslösenden Person NICHTS zu tun.
Wir sind ja NICHT einfach mal so in diesen Schlamassel hinein geraten. 
Es muss also eine Ursache gegeben haben - 
denn URSACHE gleich WIRKUNG - das ist ein universelles Gesetz.
 Deshalb - DU hast dir diese Situation energetisch SELBER
 in dein Leben hinein gezogen! 
Sie hat dich in eine vorübergehende Isolation gebracht - 
und sie wird dich auch wieder herausbringen - 
denn in jedem KONFLIKT liegt bereits die LÖSUNG. 
Genau diese Situation brauchst du jetzt - 
um den NÄCHSTEN Schritt zu lernen - 
um deinen Horizont zu ERWEITERN - 
und um BEWUSSTER zu werden.
WAHRHEIT heißt für mich - 
HINTER die Schleier zu blicken - 
die Dinge einmal ganz anders zu beleuchten - 
und dabei zu schauen - welchen Anteil habe ICH an der ganzen Sache? 
Habe ICH einen Anteil daran? 
Vielleicht darf ich auch nur lernen - 
TOLERANTER zu sein - FLEXIBLER zu werden - ZUZUHÖREN - 
den Anderen zu VERSTEHEN? 
Niemandem etwas ÜBERSTÜLPEN zu wollen? 
Warum fühle ich mich gerade von dieser Situation angezogen? 
Was soll ich daraus lernen?
 Wo bin ich unsicher? 
Über was will ich gerade nicht sprechen? 
Was verheimliche ich gerade? 
Was gestehe ich mir selbst nicht zu? 
Für was oder wen schäme ich mich? 
Wo fehlt mir Wissen?
 Worüber fühle ich mich erbost oder gekränkt? 
Was getraue ich mir gerade nicht zu sagen? 
Wovor habe ich Angst? 
Was schnürt mir die Kehle zu? 
Auf wen habe ich Wut/bin ich allergisch? 
Warum tue ich Dinge, die ich eigentlich gar nicht will?
 Wie fühle ich mich gerade? 
Was hat die jetzige Situation mit früher zu tun?
 Wo ist mir das schon einmal passiert?
Sich all diese Fragen einmal EHRLICH zu beantworten - 
ist überaus wichtig - 
und dafür darfst du dir die ZEIT und die STILLE nehmen - 
denn nur dort findest du auch eine Antwort - 
die dich wieder FREI werden lässt - 
auch wenn es nicht immer gleich sofort ist.
 GEDULD ist eine Tugend - die auch mir nicht immer leicht fällt. 
Doch alles wird uns offenbart - wenn wir darum BITTEN - 
und wenn die Zeit REIF dafür ist.
HÖRE NIE AUF nach der Wahrheit zu forschen - 
sprich sie aus - und zwar solange - bis ALLE zu den SIEGERN gehören. 
Zur EHRLICHKEIT gehört auch - dass all die verschiedenen BLICKE -
 aus denen eine bestimmte Situation gesehen werden kann - 
erst einmal nebeneinander DA SEIN dürfen - 
denn es gibt so viele Möglichkeiten - 
ein und dieselbe Sache zu tun oder zu betrachten - 
und JEDER hat irgendwie recht - 
weil JEDER in seinem eigenen kleinen Universum lebt. 
Doch gibt es deshalb verschiedene WAHRHEITEN?
 Wenn erst einmal - JEDER - ehrlichen Herzens seine Meinung sagen darf - 
und alle Möglichkeiten SPÄTER zusammengefügt werden -
 zu einem Ganzen - mit dem jeder leben kann - 
dann FÜHLT sich keiner mehr als Verlierer. 
Dann sind ALLE zufrieden und motiviert- auch weiterzugehen 
und daran zu wachsen. 
JEDER hat dabei etwas GELERNT. 
Doch solange es wenig RESPEKT und TOLERANZ für den ANDEREN gibt 
und vor allem STREIT - ist die WAHRHEIT noch NICHT gefunden.
Deshalb ist es auch wichtig - 
sich NICHT einfach zurückzuziehen und zu schmollen 
oder den Kontakt abzubrechen - 
sondern weiter den ehrlichen AUSTAUSCH zu suchen - 
bis ALLE das Gefühl haben - in ihrem Denken und Tun - 
GEHÖRT - VERSTANDEN und ANGENOMMEN zu sein.
REDE - KOMMUNIZIERE - KLÄRE auf liebevolle Art AUF -
 bis ein gemeinsamer Konsens gefunden werden kann -
 auch wenn die Meinungen trotzdem verschieden bleiben - 
denn WAHRHEIT bedeutet - dass ALLE ans ZIEL kommen - 
dass sich alle GEHÖRT "fühlen" - und dass zumindest versucht wird - 
den Anderen in seinem Wesen zu VERSTEHEN. 
Das nenne ich EMPATHIE - 
mich einmal in den Anderen HINEIN zu VERSETZTEN. 
So fühlt sich mein Gegenüber auch WAHRGENOMMEN. 
Es lohnt sich - 
denn das darauf folgende Gefühl der VERBUNDENHEIT - 
des sich TRAUENS - und der GEMEINSAMKEIT - 
wird wieder mehr zusammenschweißen - statt zu trennen.
Doch die "eine" WAHRHEIT liegt für mich immer im LICHT - 
in der LIEBE - in der FREIHEIT - in GLÜCK und ZUFRIEDENHEIT - 
und vor allem im inneren FRIEDEN der aus dem HERZEN kommt. 
WAHRHEIT hat als Boden und als Basis - IMMER die LIEBE - 
denn NUR was du auf LIEBE baust - wird auch Bestand haben - 
denn Liebe ist BEWUSSTSEIN und pure SCHÖPFER-ENERGIE. 
Und somit gibt es nur EINE Wahrheit - 
die Wahrheit - die von LIEBE getragen ist - 
und das im GROSSEN (in der Welt/Politik) 
und im KLEINEN (in dir/Familie/Beruf)

Ganz viel LIEBE zu euch
Eure Monika Eveline

24.11.2020
Foto Pixabay/Dankeschön
  

Montag, 23. November 2020

Jetzt wissen wir es!

@Eva-Maria Eleni
Weil wir die Wahre Liebe, den ewigen Frieden verloren haben, 
sehen wir dessen Auswirkungen JETZT am Höhepunkt, 
an seiner Spitze angekommen!
Nichts, absolut nichts in dieser Welt 
kann diese Geborgenheit im Göttlichen Wesen ersetzen!
Die Menschen haben es versucht es anders zu machen.
Wir wollten es erfahren, wir wollten es wissen, wie es ist.
Jetzt wissen wir es!
Wir sehen seine Auswirkungen JETZT am Höhepunkt, 
an seiner Spitze angekommen!
Massen-Panik, die einen vor Krankheit und Tod, 
die anderen vor möglichen schrecklichen Ereignissen, 
die gewiss durchaus so manchen Schatten voraus werfen.
Doch haben wir es mittlerweile nicht begriffen?
Panik hat uns noch nie voran gebracht - im Gegenteil! 
Sie hat uns nur immer tiefer hinein schlittern lassen
 in dieses Gefühl von Enge, Angst, Kontrollverlust 
und am Ende: Panik!
Wenn wir da wieder hinaus wollen 
können wir nicht ernsthaft glauben, 
dass wir dieselben Methoden anwenden könnten, 
die alles nur immer schlimmer gemacht haben!
Nein, wir haben keine Kontrolle, nicht über das Leben, nicht über den Tod,
 auch nicht darüber, was uns begegnet oder was uns genommen wird!
Und dennoch wollen sie alle: 
Die Kontrolle zurück gewinnen.
Aber Kontrolle zu wollen, 
nach ihr zu streben verlangt einen sehr hohen Preis!
Sie ist unvereinbar mit der Geborgenheit, der Hingabe an das Leben.
Panik ist nicht vereinbar mit Vertrauen in die Kraft des Göttlichen!
Angst ist nicht vereinbar mit Wahrer Liebe (Agape), 
denn diese Liebe die IST ist reine Göttliche Liebe!
 In IHR allein löst sich alle Angst auf.
Klingt einfach, nicht?
Und tatsächlich es ist wirklich einfach - 
sofern sich jemand tatsächlich einlassen will und kann.
DOCH sich IHR anzuvertrauen erfordert eine gewisse Form 
des Todes zu durchleben - den Tod der alten Identität!
Es ist nämlich diese Identität, die sich um all diese Panik, Furcht, Angst, Stress, dem Streben nach Kontrolle herum kreiert hat.
Diese Identität tut so, als wäre sie eine eigenständige Lebensform und das macht sie so erfolgreich, dass du angefangen hast, sie "ich" zu nennen.
Sie schmeißt dir dauernd eine neue Geschichte hin und du springst an und willst sie "in den Griff bekommen"!
Das ist das Problem!
Sobald du es "ich" nennst, bekommst du schon Panik, wenn du hörst, 
dass du dieses "ich" loslassen sollst. 
Wer kann schon sein "ich" loslassen. 
Du hast noch nicht verstanden, dass es eine falsche Identität ist!
Dabei liegt hier nur ein Irrtum inne:
Egal wie sehr diese Identität dir auch glaubhaft von Panik erzählen mag - 
so glaubhaft, dass es dir gefühlt innerlich alles zusammenzieht. 
Egal wie sehr sie dir eintrichtert, 
dass du die Kontrolle zurück gewinnen musst:
Du beobachtest das nur!
Du hast es verwechselt mit "ich".

Du hast gedacht: es begegnet mir, also hat es etwas mit mir zu tun.
Aber die Wahrheit ist: es ist dir begegnet - nichts weiter!
Höre auf, sie weiterhin so zu betrachten,
 als wärest du diese auftauchende Stimme (-> Ego!)!
Höre auf, dich selbst so zu betrachten, 
als wärest du das, was du da draußen wahrnimmst.
DU bist das nicht!
Aber du so lange du an die Identifikation glaubst, 
wird sie weiter ihr Spiel mit dir treiben können.
Es liegt nur an dir und dass du wieder sehend wirst!
Lass dich nicht täuschen, nicht mehr länger betrügen!
Das Reich Gottes IST dein!
Du musst dafür einfach eben nur das hinter dir lassen, was dir vortäuscht, 
dass es nur Kontrolle gäbe, nur Vermeidung von Angst 
und dem Entrinnen des Todes, nur der Körper den du beobachtest,
 nur das Spiel, das sich vor dir entfaltet.
Weite deinen Blick!
Gott ruft nach dir!

"Er" (Das Ewige Weite Wesen, das du in Wahrheit bist) will,
 dass du wieder erkennst, wieder sehend wirst, wieder die Liebe spürst,
 wieder angekommen bist.
Öffnest du deine Türe für dieses EINE, 
größte Geschenk deines Lebens?

Ganz besonders für diese Zeit möchte ich dir meine Bücher ans Herz legen -
 insbesondere die letzten drei:
- Liebe ist Freiheit -
*
Geschenk-Ideen zumWeihnachts-Fest
*

Text und Bild © Eva-Maria Eleni
 

Die schönste Weihnachtsgeschichte der Welt

Wie geht es dir?
Der Mann hastet durch die weihnachtliche Einkaufsstraße. 
Er muss wohl um die 40 Jahre alt sein, dem Äußeren nach zu urteilen. 
Der Mann schwitzt und keucht, früher war er besser in Form gewesen. 
In der linken Hand trägt er einen Aktenkoffer, 
in der rechten zwei riesige Einkaufstaschen. 
Darin befinden sich allerlei Geschenke, 
denn heute Abend ist DER Abend: Heiligabend. 
Plötzlich steht da dieses kleine Mädchen im Wege,
 die beiden stoßen zusammen und stürzen zu Boden.
„Mensch, pass doch auf, kleines Ding!“,
 herrscht er das Mädchen an, während er sich aufrappelt.
„Was hab ich denn getan?“, fragte das Mädchen mit zittriger Stimme. 
Sie ist ungefähr 8 Jahre alt.
„Warum schaust du nicht, wohin du gehst?“
„Aber du hast mich doch umgerannt.“ Sie fängt an zu weinen.
Dem Mann tut es leid.
 „He, Kleine, war ja nicht so gemeint. 
Ich bin nur ziemlich im Stress. Habe es eilig.“ 
Nervös blickt er auf seine Uhr.
„Aber deswegen musst du doch nicht so böse sein.“ 
Das Mädchen wischt sich mit den Händen die Augen trocken.
„He, es tut mir leid, Kleine. 
Komm, ich spendiere dir was Süßes. 
Als Entschuldigung.“
Eigentlich hat er ja keine Zeit, 
muss noch die restlichen Geschenke einkaufen. 
Aber gut, fünf Minuten.
Die Augen des Mädchens strahlen. 
„Danke, das ist lieb von dir.“
Der Mann betrachtet die kleine Gestalt vor sich. 
Sie wirkt sehr ärmlich angezogen, 
aber sie strahlt auch etwas seltsam Reifes aus. 
Ihr Gesicht ist ungewöhnlich ernst, aber es erscheint auch sehr friedlich.
Die langen, dunklen Haare unterstreichen ihre wunderschönen,
 tiefbraunen Augen. 
Der Mann kauft eine Tüte Süßigkeiten, 
dann setzen sich beide auf eine Bank in der Einkaufszone.
„Hast du es immer so eilig?“, fragt das Mädchen.
„Ja, meistens. Und heute besonders, es ist ja Heiligabend.
 Ich muss doch noch Geschenke kaufen.“
„Aber du hast doch schon so viele, oder nicht?“, 
fragt das Mädchen mit einem Blick auf die beiden Einkaufstaschen.
„Ja, da hast du recht. 
Man soll es auch nicht übertreiben."
Die Augen des Mädchens richten sich auf sein Gesicht. 
Sie hat unglaubliche Augen, fast ist es dem Mann,
 als würde sich ihr Blick in die Tiefe seiner Seele bohren 
und dort nach etwas suchen.
„Warum rennen die Erwachsenen immer so?“, fragt das Mädchen.
„Weil sie es eilig haben, Kleine. 
Es gibt viel zu tun, viel zu erledigen. 
Wir haben nicht so viel Zeit wie Kinder.“
„Was meinst du?“
„Na, genieße lieber die Zeit, in der du hier noch spielen kannst. 
Wird nicht mehr lange währen.“
Im gleichen Moment, in dem er diese verbitterte (neiderfüllte?) 
Antwort gegeben hat, ärgert er sich darüber, 
dies einem Kind gegenüber getan zu haben.
„Werde ich als Erwachsener nicht mehr spielen können?“, 
will das Mädchen wissen.
„Doch, wenn du Zeit dazu hast“, antwortet der Mann, um sie zu beruhigen.
„Aber ich spiele doch jetzt auch nur, wenn ich Zeit dazu habe.“
„Ja, nur wirst du später kaum noch Zeit dazu haben.“
Das Mädchen blickt einen Moment zu Boden: „Warum nicht?“
„Das ist, glaube ich, immer so, wenn man erwachsen wird. 
Man spielt dann nicht mehr.“
„Ist es denn dann verboten?“
„Nein, Kleine, natürlich nicht.“
„Hast du denn nicht gerne gespielt?“
„Doch, ich habe sogar sehr gerne gespielt.“
„Aber wenn es nicht verboten ist, und wenn es dir Spaß macht,
 warum spielst du dann nicht mehr?“
Der Mann blickt nervös drein. 
Erinnerungen werden wach. 
Erinnerungen an diese großen Blumengewächse, 
die hinten im Garten des Hauses der Großeltern standen,
 und deren farbenprächtige Blüten so himmlisch dufteten. 
Beinahe ist es ihm, als läge dieser Wohlgeruch in der Luft, 
als könne er diese Blumen wieder riechen, jetzt, nach all der langen Zeit.
 Warum kommt ihm bei Erinnerungen an seine Kindheit 
immer wieder dieses Bild in den Sinn, 
wie er gemeinsam mit seinem Großvater vor diesen Blumen steht? 
Mitten im Sommer. 
Warum immer dieses Bild? 
Ein Zupfen an seinem Mantel reißt ihn aus seinen Gedanken.
„Träumst du?“, fragt das Mädchen.
„Nein, nein. Entschuldigung.“
„Warum also spielst du nicht mehr?“
„Weil ich keine Zeit mehr dazu habe. Ich muss viel arbeiten.”
„Macht dir denn die Arbeit Spaß?“
„Ehrlich gesagt, nicht mehr richtig. 
Sie hat mir mal sehr viel Spaß gemacht, aber jetzt nicht mehr.“
„Warum gehst du dann noch da hin?“
„Weil ich Geld verdienen muss.“
„Wofür?“
„Ich habe eine Frau und einen kleinen Jungen. 
Ich muss das Essen und die Wohnung bezahlen.“
„Magst du deine Frau und deinen Jungen?“
„Ja, natürlich mag ich sie. Ich mag sie sogar sehr.“
„Und sie mögen dich auch?“
„Natürlich!“, erwidert der Mann in fast schon barschem Ton.
Aber er weiß, dass es nicht so ist. 
Es ist nicht selbstverständlich, es ist einer Frage wert. 
Wie oft sieht er seine Frau und seinen Sohn? 
Wann nimmt er die beiden bewusst  wahr? 
Während der Woche unzählige Überstunden, Dienstreisen, Geschäftsessen.
 Am Wochenende endlich Zeit für seine Hobbies…
„Bist du jetzt böse mit mir?“
„Nein, Kleine, sicher nicht. Tut mir leid.“
„Ist doch nicht schlimm.“
„Weißt du, manchmal hasse ich mein Leben, so, wie es ist. 
Das gehört wohl auch oft zum Erwachsensein dazu.“
„Was heißt das?“ 
Mit großen Augen schaut das Mädchen den Mann an.
„Was genau meinst du?“, fragt der Mann nach.
„Du hast gesagt ‘manchmal hasse ich mein Leben‘. 
Was heißt das? Ich kenne das nicht.“
„Das ist schwierig zu erklären. 
Und vielleicht auch nicht das Richtige für dich.“
„Ich möchte es aber wissen!“ Die Augen des Mädchens blitzen.
„Immer sagen die Erwachsenen, das wäre noch nichts für mich, 
ich würde es noch nicht verstehen.“
„Gut, ich will´s versuchen. 
Hast du schon einmal richtig Angst gehabt?“
„Ja, schon sehr oft.“
„Siehst du, wenn du richtig Angst hast und glaubst,
 jemand anders trägt daran die Schuld oder könnte etwas dagegen tun, 
dann bekommst du so ein Gefühl wie Hass.“
„Also, wenn ich Angst habe und mir keiner hilft, dann hasse ich?“
„Hm, nein, so einfach auch wieder nicht. Es muss mehr sein.“
„Was meinst Du mit ‘es muss mehr sein‘?“
„Warte, ich versuch es anders. 
Stell dir vor, du wünscht dir etwas von ganzem Herzen,
 und du bekommst es nicht. 
Es gibt jemanden, der könnte es dir erfüllen, aber er tut es nicht. 
Dann bekommst du so ein Gefühl wie Hass.“
„Also hasse ich, wenn ich mir etwas von jemandem wünsche 
und es nicht bekomme?“
„Nein, das wäre auch zu einfach. Es muss mehr sein!“
„Was meinst du dann mit ‘es muss mehr sein‘!“
„Ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll.
 Hass ist ein ganz böses Gefühl, ein ganz böser Gedanke. 
Er macht dich blind, er macht dich böse, er macht dir ein trauriges Gesicht.
 Du fühlst dich dann manchmal richtig matt, ganz so, als wärest du krank. 
Es ist schwierig, das zu beschreiben. 
Aber Hass hat auch immer etwas mit Sehnsucht zu tun.“
„Sehnsucht!“, strahlt das Mädchen, 
weil es ein Wort aus der „Erwachsenen-Welt“ kennt.
 „Das kenne ich. Ich weiß, was das ist.“
„Du weißt, was Sehnsucht ist?“, fragt der Mann verwundert.
„Ja, ich weiß das.“
„Erklär es mir“, sagt der Mann neugierig.
„Sehnsucht ist, wenn du dir jemanden wünscht, der dich lieb hat, 
jemanden, der dich in den Arm nimmt, einfach nur so,
 jemanden, der dich ins Bett bringt und deine Hand hält, 
bist du eingeschlafen bist, 
jemanden, der dir morgens das Butterbrot schmiert
 und dir heißen Kakao in eine große Tasse gießt. 
Wenn du dir so jemanden wünscht, 
aber keiner da ist, dann ist das Sehnsucht.“
„Aber Kleine, machen denn das deine Eltern nicht für dich?“
Das Mädchen sieht traurig zu Boden.
 „Ich habe keine Eltern mehr, sie sind tot.“
„Aber wo wohnst du denn jetzt?“
„Ich wohne mit meinem Onkel zusammen.“
„Kleine, das tut mir sehr leid, das mit deinen Eltern, wirklich.“
„Es braucht dir nicht leid zu tun. Du kannst doch nichts dafür.“
 Immer noch hält das Mädchen den Kopf gesenkt,
aber der Mann kann die Träne, 
die die Wange des Mädchens herunterkullert, sehen. 
Unfähig, sie in den Arm zu nehmen oder anderweitig zu trösten,
 reicht er ihr ein Taschentuch.
„Danke!“, sagt das Mädchen. 
Sie trocknet sich die Augen und schaut ihn an. 
„Weißt du was?“
„Nein, sag´s mir.“
„Ich möchte nicht erwachsen werden. 
Wenn ich erwachsen bin, dann kann ich nicht mehr spielen, 
ich werde traurig sein, ich werde hassen.“
„Nein, nein, so ist das nicht, Kleine.
 Erwachsensein ist auch schön. Du wirst auch viel Freude haben.“
„Du siehst nicht fröhlich aus. 
Du lachst nicht. 
Warum lachen Erwachsene so wenig? 
Ich möchte nicht erwachsen werden.“
Der Mann möchte noch etwas erwidern, aber das Mädchen kommt ihm zuvor. „Ich muss jetzt heim, es ist schon spät und nachher ist ja noch Bescherung.“
 Sie lächelt wieder.
„Natürlich. Ich fahr dich heim, okay?“
„Ach, das brauchst du nicht. 
Ich wohne nicht weit von hier, gleich neben dem Bahnhof.“
„Nein, ich bringe dich heim. 
Es ist kalt, und außerdem fängt es an zu schneien.“
Sie fahren mit seinem Wagen durch die Stadt, Richtung Bahnhof. 
Das Mädchen weist ihm den Weg, 
bis sie dann schließlich vor ihrem Zuhause anhalten. 
Es ist das Obdachlosenheim.
„Hier wohnst du?“, fragt der Mann erschrocken.
„Ja“, lächelt das Mädchen, „hier wohne ich.“
Dann fängt sie an zu lachen.
 „Warum schauen mich alle immer so merkwürdig an, 
wenn sie erfahren, wo ich wohne? 
Ich muss doch irgendwo schlafen. 
Und ich muss jetzt auch los, sonst bekomme ich Ärger. 
Darf ich dich noch etwas fragen?“
„Natürlich, Kleine.“
„Du hast gesagt, du hast nie Zeit zum Spielen. 
Auch nicht mit deinem Jungen?“
„Doch, natürlich.“ Aber er lügt, und er weiß das.
„Dann ist ja gut. Mach´s gut, es war schön, mit dir zu sprechen.“
Das Mädchen öffnet die Tür, steigt aus und winkt noch einmal. 
Der Mann winkt zurück.
Als das Mädchen schon die wenigen Stufen zum Eingang des Heims
 hochgelaufen ist, hält es noch einmal inne, dreht sich um und kommt zurück.
 Sie öffnet die Fahrertür, 
umarmt den Mann und gibt ihm einen Kuss auf die Wange.
„Fröhliche Weihnachten dir und deiner Familie.“ 
Dabei strahlt sie über das ganze Gesicht, bis sie seine Tränen sieht. 
„Warum weinst du?“
„Ach, es ist nichts“, lügt er.
 „Ich weine immer zu Weihnachten. 
Mach´s gut, Kleine. Und auch dir ein Frohes Fest.“
Als der Mann dann heimkommt, lässt er die Einkaufstaschen
 mit den Geschenken im Wagen. 
Seine Frau sieht in verwundert an.
„Wo warst du denn so lange? Ich habe mir Sorgen gemacht.“
„Ach, ich habe unterwegs noch einen Bekannten getroffen. 
Wir haben uns verquatscht. 
Tut mir leid.“
„Und die Geschenke? 
Hast du die Geschenke für den Kleinen?“
„Warte es ab!“
Als dann die Bescherung eingeläutet wird, 
da liegen unter dem Tannenbaum nur ihre Geschenke. 
Nichts von ihm. Sie sieht irritiert aus. 
Er aber sagt nichts. 
Sie geben sich einen Kuss, wünschen sich „Frohe Weihnacht“. 
Dann geht er nach oben ins Kinderzimmer
 und kommt mit einem Kinderbuch zurück. 
Er nimmt den Kleinen in den Arm, lässt ihn das Buch durchblättern, 
erklärt ihm die bunten Bilder darin und liest ihm Geschichten daraus vor. 
Diesmal gibt es keine Fotos, auf denen das ultra-neue Hardcore-Spielzeug 
für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren abgelichtet wird. 
Keine Fotos, auf denen der Junge – 
möglichst mit einem begeisterten Gesichtsausdruck –
das sündhaft teure nächste Paket auspackt. 
Diesmal gibt es das alles nicht. 
Nur Geschichten. 
Irgendwann schläft der Junge dann ein.
Als sie den Kleinen zu Bett gebracht haben, 
überreicht die Frau ihrem Mann ihre Geschenke. 
Er packt sie wortlos aus: 
ein Buch, eine Armbanduhr und eine CD, 
die er sich schon lange kaufen wollte.
„Danke, vielen Dank“, sagt der Mann.
„Also, gefallen dir die Geschenke? Das freut mich.“
„Ja, deine Geschenke gefallen mir. Aber das meinte ich nicht.“
„Was denn dann?“, fragt die Frau sichtlich irritiert.
Der Mann geht auf seine Frau zu und nimmt ihre Hände in die seinen. 
Er hält sie an den Händen, und diesmal nicht einfach so, 
nicht wie schon so oft, er hält sie an den Händen 
mit einem bewussten Gefühl des Haltens. 
Mit einem Gefühl voller Liebe.
So wie damals. 
Gott, wie lange ist das schon her? 
Wie konnte ihre Liebe nur so selbstverständlich werden?
Der Mann blickt zu Boden.
„Ich möchte dir danken. 
Ich möchte dir dafür danken, dass du meine Frau bist. 
Ich möchte dir für all das, was du die Jahre über für mich getan hast, danken.
 Ich möchte dir dafür danken, dass du mich liebst.
 Ich möchte dir dafür danken, dass du für mich da warst, 
wenn ich dich brauchte. 
Und ich möchte dir aus dem tiefsten Inneren meines Herzens dafür danken,
 dass es dich gibt.“
Er führt seine Frau zu dem runden Holztisch, 
und während sie sich setzt, zündet er eine Kerze an 
und stellt sie in die Mitte des Tisches. 
Er setzt sich ihr gegenüber, dann fassen sich beide an den Händen,
 so dass sie das leise flackernde Licht der Kerze umarmen. 
Er sieht in ihre Augen, in denen sich das Kerzenlicht widerspiegelt. 
Was hat sie nur für wunderschöne, sanfte, tiefbraune Augen!
Er hatte es beinahe vergessen.
Dann fragt er sie:
„Wie geht es dir?“
Und beide weinen. 

Sonntag, 22. November 2020

Wenn du in DIE Neue Zeit gelangen willst....

Eva-Maria Eleni
Dann wirst du bis zu einem Geburtskanal geführt.
Eng ist es hier,
scheußlich erscheint es mitunter,
dunkel, so dunkel.
Genau hier musst du sein, genau hier heißt es annehmen - 
endlich annehmen!
Kein Ausweichen geht mehr,
keine Ablenkung wird noch gewährt!
Konfrontation gerade voraus,
endlich, endlich!
NUR hier führt der Weg weiter entlang,
der letztlich Erlösung und Heilung bringen will!
Doch noch ist das Dunkel da,
es endlich annehmen,
endlich seine Schichten durchkämmen,
nur ansehen, annehmen, ..
aber NICHT identifizieren!
Was bedeutet das?
Du siehst dunkel, so viel dunkel,
doch wer betrachtet das?
Ist der Beobachter selbst dunkel?
Du erkennst Wut, so viel Wut, so viel verborgene Wut, 
die aus allen Poren zu schießen scheint.
Sie kommt, das gehört dazu,
doch wer beobachtet diese Wut?
Ist auch der Beobachter wütend?
Und nur wenn du dich nicht mit dieser Wut identifizierst,
nur wenn du NICHT selbst zur Wut wirst,
wird sie nicht Macht über dich ergreifen!
Dann geht dein Weg weiter...
Jetzt begegnest du Ohnmacht, Verzweiflung, Angst,
doch wer beobachtet sie alle?
Werde nicht selbst zu Ohnmacht, Verzweiflung oder Angst, 
sonst wirst du hier hängen bleiben.
Ist der Beobachter selbst Ohnmacht, Verzweiflung und Angst?
Und nur wenn du hier nicht hängen bleibst, dich nicht identifizierst,
führt dich der noch immer dunkle Weg weiter:
Jetzt begegnest du Enttäuschung, Trauer, vielleicht auch Verbitterung.
Nimm auch sie an, indem du ihnen erlaubst da zu sein,
 sie zu fühlen, zu betrachten, kennen zu lernen,
ABER identifiziere dich nicht mit ihnen!
Ist der Beobachter selbst Enttäuschung, Trauer, Verbitterung?
Und hinter alledem Dunkel welchem du begegnet bist, 
hinter all den überwundenen "Zwiebelschalen" 
wartet dann die Freiheit,
denn all das Dunkel hat es nicht mehr geschafft dich dazu zu bringen, 
dass du selbst glaubtest dieses DUNKEL zu sein.
Nur wer das LICHT
 in den dunkelsten Stunden erkennt, 
wird wahrhaft befreit sein!
NUR diese Freiheit
kann und wird ein neues Leben gebären,
eines das keine Ablenkung, keine Vertuschung 
und keine Lüge mehr benötigt (Selbstbetrug!).
Hier ist alle Lüge, jeder Trug überflüssig geworden 
und deswegen kann er nicht mehr länger verweilen!
*
Ganz besonders für diese Zeit 
möchte ich dir meine Bücher ans Herz legen - 
insbesondere die letzten drei:
- Liebe ist Freiheit:
http://eva-maria-eleni.blogspot.com/.../die-ruckkehr-der...
- Die Befreiung kraftvoller Weiblichkeit: 
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Text und Bild © Eva-Maria Eleni