Sonntag, 14. Dezember 2008

Wie kann ich bewusst leben?

1. Was heißt es unbewusst zu leben?
• Flucht in Materielles: Fernseher, Computer, Essen, Schlafzimmer, Möbel, Auto, Handy, … • Flucht in Familie oder weg von Familie • Folgsamkeit, Wort der Eltern ist wie ein Gesetz, katholische Dogmen, Routine, Gewohnheit, Traditionen um den Traditionen Willen • Starke, zumeist bewusste Angst vor Veränderung, Suche nach oberflächlichen, einfachen Befriedigungen Grundgedanken:
Es war schon immer so, hat immer funktioniert, also wieso anders? Ich weiß nichts, ich bin ein Wurm, “ die“ haben geforscht, haben Erfahrung, also werden sie schon wissen, was sie sagen.
2. Was ist, was viele Menschen für ein bewusstes Leben halten?
• Interesse an Umweltproblematik, Politik, Wirtschaft, soziales Gefüge, Weltgeschehen, … • Studium, Ausbildung • Bewusste Wahl für einen Beruf (mit Geld und Erfolgschancen) • Suche allgemein nach Sicherheit • Suche nach starken Befriedigungen, Kicks • Begrenzte Spiritualität oder halbherziger Atheismus • Angst vor Veränderung ist eine unbewusste Angst, Starrheit • Wissenschaft steht über allem
Grundgedanken:
Ich weiß es besser, alle sollten auf mich hören! Ich habe hunderttausend Bücher gelesen, es steht da und da geschrieben, der und der hat das gesagt, und die wissen es!
An diesen beiden Arten zu leben, gibt es nichts auszusetzen, auch wenn ich sie hier plakativ und irgendwie auch negativ rüberbringe! Jeder Mensch darf so Leben wie er will, wie er es für richtig hält, wozu er im Stande ist. Viele Menschen sind mit einem unbewussten oder halb bewussten Leben sehr zufrieden. Wieso sollte das falsch sein? Bewusst und unbewusst sind mit keiner Wertigkeit belegt, sondern neutral. Sie sind wie Infrarot- und ultraviolettes Licht. Die sichtbare Wellenlänge bewegt sich zwischen beiden. In einem Fall ist Infrarot gut, im anderen Fall UV oder vielleicht etwas dazwischen. Also wollen wir kein allgemeines Urteil fällen. Lassen wir das Urteilen und Verurteilen doch komplett weg! Das einzige worauf es ankommt, ist meine Entscheidung, ob ich bewusst leben will, wie bewusst ich leben will. Und für dich, wie du leben willst, jeder für sich.
Wir sind heute Abend hier, um genau das für uns selbst, jeder für sich, herauszufinden. Vielleicht kann ich ja ein wenig Licht ins Dunkel bringen, ich meine wir uns gegenseitig, vielleicht auch nicht. Aber wir versuchen es. Ich für meinen Teil, bin genau wie ihr alle auf der Suche, und indem ich hier stehe und wir einander zuhören und miteinander diskutieren, werde ich mir immer bewusster. Und dafür möchte ich euch danken.
Wir sind hier, um zu versuchen herauszufinden, was es heißt bewusst zu leben, was das mit sich bringt, was es beinhaltet. Versuchen wir doch, ob wir gemeinsam drauf kommen.
3. Bewusst leben
• Reflexion, hinterfragen, in Frage stellen • Ziele setzen, Wege suchen (Wo kein Ziel, da kein Weg) • Verantwortung und Selbstverantwortung • Waches Auge, präsent sein, Aufmerksamkeit, nicht nur ja und Amen • Alles was ist, war, sein wird in Frage stellen; sich selbst in Frage stellen • Frei von Normen, Doktrinen, Routine?! • Antworten suchen anstatt geben, eigene Antworten suchen, Mut zur richtigen Frage! Antworten sind dann gleich klar, aber werfen viele neue Fragen auf. Bemerkungen Wenn ich einmal nicht die Antwort darauf weiß, dann wähle ich bewusst und merke dann ob meine Entscheidung sinnvoll war oder nicht. • Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, Aufrichtigkeit mit sich selbst in der eigenen Wahl • Alles zur bewussten, persönlichen Wahl machen  Mut gefragt! • Eigene individuelle Wege verschieden von der Norm, anders als andere ->dazu muss ich mir im Vorhinein Gedanken machen, mir Situationen ausmalen und überlegen, wie ich in solchen und ähnlichen Situationen reagieren will • Keine starren Ideen, dynamisches Weltbild, variable, flexible Zielsetzungen, und trotzdem klare, definitive Wahl treffen und leben. Denn wie gesagt: Ohne Ziel kein Weg. Mittelweg finden zwischen „lalalalala“, von hier nach da hüpfen und dem „mit dem Kopf durch die Wand“ -> keine Wertung, denn manchmal hilft es uns sehr wohl, auf die Schnauze zu fallen. Aber wenn ich mit dem Kopf durch die Wand gehe, dann sollte ich das bewusst machen, selbst entscheiden ->Dann bin ich im Stande, die Folgen und Konsequenzen richtig zu interpretieren. Ich erfahre sie als meine persönliche Verantwortung.
Gleichnis des Kleptomanen
• Lilou: Ent-wicklung
• Und nicht zuletzt: Sein Leben bewusst zu gestalten lernen. Wie? zB:
„the secret“ (Rhonda Byrne) Diskussion zu the Secret
• „Bestellungen beim Universum“ (Bärbel Mohr)

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