Dienstag, 3. Januar 2017

Stell dir eine Frau vor

Stell dir eine Frau vor, die daran glaubt, 
dass es richtig und gut ist,
eine Frau zu sein. 
Eine Frau, die ihre Erfahrungen teilt 
und ihre Geschichten erzählt. 
Die sich weigert, die Sünden anderer 
in ihrem Körper und in ihrem Leben zu tragen.
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Stell dir eine Frau vor, die sich vertraut 
und sich respektiert.
Eine Frau, die auf ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte hört 
und ihnen mit Zärtlichkeit und Anmut begegnet.
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Stell dir eine Frau vor, die den Einfluss 
der Vergangenheit auf die Gegenwart anerkennt. 
Eine Frau, die durch ihre Vergangenheit gewandert ist. 
Die in die Gegenwart hinein geheilt ist.
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Stelle dir eine Frau vor, die ihr eigenes Leben schreibt. 
Eine Frau, die sich anstrengt, etwas in Gang setzt 
und selbst in ihrem eigenen Leben bewegt. 
Die sich weigert, aufzugeben, außer für 
ihr ehrlichstes Selbst und ihre weiseste Stimme.
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Stell dir eine Frau vor, die ihre eigenen Götter benennt.
Eine Frau, die sich das Göttliche in ihrem Image 
und Abbild ausmalt.
Die eine persönliche Spiritualität kreiert, 
um ihr tägliches Leben zu inspirieren.
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Stell dir eine Frau vor, die in ihren eigenen Körper verliebt ist.
Eine Frau, die glaubt, ihr Körper ist genug, genau so, wie er ist.
Die seine Rhythmen und Zyklen als erlesene Quelle feiert.
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Stell dir eine Frau vor, die den Körper der Göttin 
in ihrem sich wandelnden Körper ehrt. 
Eine Frau, die die Ansammlung ihrer Jahre 
und ihrer Weisheit feiert. Die sich weigert, 
ihre Lebensenergie dafür zu nutzen,
die Veränderungen ihres Körpers und ihres Lebens zu verstecken.
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Stell dir eine Frau vor, die die Frauen 
in ihrem Leben wertschätzt.
Eine Frau, die in Frauenkreisen sitzt. 
Die an die Wahrheit über sie selbst erinnert wird, 
wenn sie vergisst.
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Stellt dir vor, diese Frau bist du selbst.
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(Patricia Lynn Reilly,
Bild: Afro amigas)

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