Mittwoch, 22. Februar 2017

Jetzt - alles neu ...

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Ein Satz, den ich über die Buchautorin Byron Katie gehört habe, 
beeindruckt mich immer wieder: 
Eines Morgens wachte sie auf 
und hatte keine Vergangenheit mehr. 
Stell dir das mal vor, dein Vorhin, dein Gerade-eben, dein Gestern sind weg. 
Und alles davor auch... einfach weg. 
Ist übrigens tatsächlich so.
Wenn alles Vergangene weg ist, was bleibt dann?
Nur noch das Jetzt. 
Und das, was du jetzt tun kannst...
Was ist das, das du jetzt tun kannst? 
Mach mal die Augen auf... Was siehst du? 
Vielleicht einen geliebten Menschen neben dir,
 die Sonne, blauer Himmel, Wolken... 
und was machst du damit?
Vielleicht bist du alleine, siehst Unordnung, Staub, schmutziges Geschirr...
 und was machst du damit?
Vielleicht hat dich der Wecker aus dem Schlaf gerissen 
und du hast noch 30 Minuten bis du zur Arbeit aufbrichst... 
was machst du damit?
Vielleicht hast du keinen Job, machst die Augen auf und schaust wieder auf die gleiche Tapete... 
was machst du damit?
Achte mal auf dein Gefühl... 
Wie fühlt es sich gerade an?
Vielleicht Harndrang... Lust auf Kaffee, Tee, Brötchen, Eier, Obst...
 und was machst du damit?
Vielleicht öffnen sich deine Augen und da ist ein Gedanke, eine Idee...
 und was machst du damit?
Es gibt keine Vergangenheit. 
Vergangenheit ist nicht real und nicht existent. 
In Bezug zur Vergangenheit gibt es nur Gedanken daran und Bedeutungen, 
die wir Ereignissen oder Personen irgendwann mal zugemessen haben. 
Und was wäre jetzt, wenn es diese Gedanken und Bedeutungen gar nicht gäbe? 
Was wäre, wenn dein Kopf komplett leer ist und du so frei wärst,
 jetzt völlig neue Entscheidungen zu treffen? 
Stell dir mal vor, alles was war, hat es nie gegeben. 
Was würdest du dann jetzt tun?
Ich mache dir keine leeren Versprechungen. 
Aber das ist die Freiheit, die du hast. 
Jetzt. 
Und in jedem zukünftigen Augenblick...
Natürlich ergeben sich aus der Vergangenheit Verbindlichkeiten. 
Bestelle ich mir ein Produkt, kommt irgendwann die Rechnung. 
Habe ich einen Arbeitsvertrag unterschrieben, gehe ich zur Arbeit. 
Habe ich Kinder, ergibt sich daraus eine Fürsorgepflicht. 
Glaube ich, was andere mir irgendwann mal erzählt haben, 
ohne es selber überprüft zu haben oder zu können... 
und richte ich mein Tun danach aus... trage ich trotzdem die Konsequenzen. 
Denn es gibt nur mich, mein Tun und das, was es bewirkt...
Wie auch immer es jetzt bei dir aussehen mag... 
zwischen den Verbindlichkeiten sind Lücken.
 Manche Verbindlichkeiten waren mal gut, 
sind es aber jetzt nicht mehr oder passen nicht mehr zu mir. 
Dann kann ich die Lücken nutzen und Dinge tun, 
die mich ermächtigen aus den Verbindlichkeiten auszusteigen. 
Oder etwas anders machen, womit die Verbindlichkeiten auch harmonieren...
Darüber kannst du nicht nachdenken... 
denn dann bin ich gleich wieder in der Vergangenheit. 
Dann betrachte ich alte bis uralte Situationen und versuche zu erkennen, 
wie ich oder andere damals in ähnlicher Lage gehandelt haben. 
Nur ist das eine Falle. 
Denn in Wirklichkeit ist jetzt alles neu. 
Wenn du jetzt deine Augen öffnest... was du jetzt vorfindest... 
das hat noch nie irgendwer genau so vor sich gefunden... 
und was machst du jetzt damit?
Jetzt ... ist immer alles neu.




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