Donnerstag, 23. Juli 2020

"Die Geschichte einer Seelenliebe..."

~Aus dem Buch "Wenn die Seele ruft"~
"…ist eine Geschichte von zwei Seelen, 
die sich vor langer Zeit miteinander verabredet hatten.
Sie wollten sich gegenseitig helfen, das Licht in sich wieder zu entdecken
 und sich miteinander daran erinnern, wie es ist, „zu Hause“ zu sein.
Die Liebe der beiden Seelen zueinander macht dies alles wieder möglich.
 Sie fanden zueinander auf eine Weise, die beide überraschte.
Und sie merkten schnell, da ist etwas Besonderes am anderen, 
etwas Neues, Vertrautes,
etwas, was sich schön an-fühlt, aber auch etwas, was Angst macht.
 Und so verbrachten sie Wochen und Monate im engen Kontakt, 
telefonierten und mailten sich täglich und erzählten sich, was sie bewegt.
Die Gespräche waren für die eine Seele anfangs ungewohnt, neu
 und gewöhnungsbedürftig.
Sie kannte so etwas nicht, öffnete sich aber recht schnell,
 da sie von der Offenheit der anderen Seele beeindruckt war.
 Sie begann zu lernen, wie sie sich selbst besser verstehen konnte,
was ihr ihre Gedanken und Gefühle mitteilen wollten und vor allem fand sie so nach und nach ihre tief verschütteten Gefühle wieder.
Das war ein Auf und Ab – so plötzlich, so ungewohnt und anstrengend.
Aber sie merkte auch, es tat ihr gut, 
Schritt für Schritt ihrem wahren Ich näher zu kommen.
 Doch tauchten da auch Gefühle auf, die sie verwirrten, dann wieder in höchste Höhen schweben ließ und beide gemeinsam genossen Tage des „Verliebt Seins“,
zumindest fühlte es sich so an, war wunderschön
 und ging auch genauso schnell wieder vorbei. 
Denn die Grenzen wurden offen gelegt, jeder hatte Muster in sich,
 die aus früheren Leben und aus ehemaligen Beziehungen herrührten.
 Und so geschah es, dass einer Zeit der schönsten Gefühle
 wieder eine Zeit des Ego-Kampfes,
 der Schuldzuweisungen, des Unverständnisses folgten.
Das ging so immer schön abwechselnd, aber trotzdem machten sie weiter,
 näherten sich wieder an und planten den ersten persönlichen Kontakt.
 Aufgeregt und unsicher geschah es dann und brachte die Bestätigung,
 da ist etwas, was beide bisher so nicht kannten.
 Die Augen verrieten es.
Ein Blick ganz tief in die Seele des anderen 
zeigte die Verbindung und machte ihnen klar,
sie hatten etwas miteinander zu tun, zu erledigen, zu klären.
 Das war aber auch verwirrend und sie fühlten sich durchschaut, erkannt
und schwankten zwischen „Mauer hoch ziehen“ und „offen bleiben“.
 Und die eine Seele bekam auf einmal das Gefühl, sie sei angekommen,
 fühlte sich wie „zu Hause“, obwohl ihr doch eigentlich alles fremd sein müsste.
Sie genoss das sehr, erkannte aber zu dem Zeitpunkt noch nicht,
wo sie die Sehnsucht nach diesem „zu Hause“ noch hinführen würde
 und das diese Augenblicke dafür ein „Türöffner“ waren.
 Und weiter ging es mit dem gegenseitigen Spiegeln 
der noch zu bearbeitenden Muster.
Weiter mit dem Hin und Her zwischen Verständnis und Herzlichkeit bzw.
Ego Kampf und Schuldzuweisungen.
 Der Sommer nahte und das zweite Treffen stand an.
Doch war diesmal einiges so anders.
Dieses damals neue Gefühl des Ankommens war nicht mehr so stark präsent, 
ein inneres Unwohlsein, viele eigene Prozesse ließen Ängste 
und Abwehrhaltungen hervorkommen.
 Zu viele Vorstellungen, wie alles sein sollte, standen beiden im Weg.
Und so gestaltete sich dieses Treffen einfach nicht mehr so frei und unbeschwert,
wie sich beide das gewünscht hätten.
Sie waren anschließend nur durch wenige Kilometer getrennt,
wollten aber lieber das. nach einigen Tagen wieder hergestellte Verstanden Sein.
 nicht aufs Spiel setzen 
und ließen es bei dem üblichen Kontakt übers Telefon und Mails.
 Dann war auch diese Zeit zu Ende und die eine Seele tauchte wieder in ihr Leben ab. 
Das war dann meist der Punkt, wo sie sich beide wieder voneinander entfernten
und die nächsten Verständigungsschwierigkeiten auftraten.
Die Zeiten, wo jeder mit sich beschäftigt war
und sie sich nicht annähern konnten, wurden länger.
Es fiel ihnen immer schwerer, sich dem anderen mitzuteilen
und ohne Missverständnisse miteinander umzugehen.
 Die eine Seele wollte noch einmal einige Zeit für sich sein
 und fuhr ohne besondere Erwartungen an ihren Lieblingsort.
Und dort erhielt sie als Geschenk schöne Stunden mit der anderen Seele,
sie berührten sich gegenseitig tief im Herzen,
so als ob sie sich noch einmal an dieses bestimmte Gefühl erinnern sollten.
Daran, wie es sein wird, wenn sie den ganzen Weg gegangen sind
und wieder im Licht bei all den anderen Seelen sein dürfen, 
die sie schon sehnsüchtig erwarten.
 Denn nach diesem „sich erinnern“ wurde es noch schwerer, 
ein Miteinander zu finden.
 Jeder war auf seinem Weg, 
jeder fand sich in den Prozessen wieder, die am tiefsten gingen,
die die meiste Kraft brauchten, die keine Kraft ließen,
sich noch mit dem anderen auseinander zusetzen.
 Und so geschah es auch immer wieder, dass sie sich gegenseitig verletzten,
sich so klar spiegelten, dass ihnen nichts anderes übrig blieb,
als endlich bei sich zu schauen und die alten Muster zu erlösen.
 Doch auch wenn sie es sich gewünscht hätten, das gemeinsam zu machen, funktionierte es nicht. 
Eine Verständigung war kaum noch möglich.
 So ging jeder seinen Weg weiter, wenn auch mit viel Trauer im Herzen
und oftmals weinender Seele.
Doch sehen sie auch ihr Ziel immer näher kommen, 
fühlen schon die anderen Seelen hinter dem Schleier und freuen sich, 
wenn sie beide dann wieder mit-einander in Liebe vereint sein werden. 
Denn diesen Dienst einer anderen Seele zuteil werden zu lassen, 
ist etwas, was jede Menge Mut erfordert, 
aber auch viel Vertrauen und die Gewissheit,
dass wir ja alle EINS sind und uns niemals verlieren werden".

 Die Geschichte einer Seelenliebe – wie wird sie wohl weiter gehen ?
Wann ist die Zeit gekommen, die Liebe in dem anderen zu sehen ?
Ohne einander zu verletzen und immer wieder neu zu fragen.
Der Seele einfach zu verzeihen und dann aus dem Herzen Danke zu sagen.




Geschichte von zwei Seelen

© Myriam Dahms
Es ist eine Geschichte von zwei Seelen,
 die sich vor langer Zeit miteinander verabredet hatten.
 Sie wollten sich gegenseitig helfen, wieder das Licht in sich zu entdecken und sich miteinander daran erinnern, 
wie es ist, „zu Hause“ zu sein. 
Die Liebe der beiden Seelen zueinander machte dies alles wieder möglich.

Sie fanden zueinander auf eine Weise, die beide überraschte
 und sie merkten schnell, da ist etwas Besonderes am anderen,
 etwas Neues, 
etwas tiefes Vertrautes, 
etwas, was sich schön anfühlt,
 aber auch etwas, was Angst macht.

Und so verbrachten sie Monate und Jahre im engen Kontakt 
und erzählten sich, was sie bewegt.
 Die Gespräche waren für die eine Seele anfangs ungewohnt 
und gewöhnungsbedürftig. 
Sie kannte so etwas nicht, sich zu öffnen, konnte es jedoch recht schnell, da sie von der Offenheit der anderen Seele beeindruckt war.
Sie begann zu lernen, wie sie sich selbst besser verstehen konnte,
 was ihr ihre Gedanken und Gefühle mitteilen wollten 
und vor allem fand sie so nach und nach 
ihre tief verschütteten Gefühle wieder. 
Das war ein Auf und Ab – so plötzlich, so ungewohnt und anstrengend. Aber sie merkte auch, es tat ihr gut,
 Schritt für Schritt ihrem wahren Ich näher zu kommen.
Doch tauchten da auch Gefühle auf, die sie verwirrten,
 dann wieder in höchster Höhen schweben ließ und beide gemeinsam genossen die Tage des „Verliebtseins“, zumindest fühlte es sich so an,
 es war wunderschön und ging auch genauso schnell wieder vorbei.
 Denn die Grenzen wurden offen gelegt, jeder hatte Muster in sich,
 die aus früheren Leben und aus ehemaligen Beziehungen herrührten.
Und so geschah es,
 dass einer Zeit der schönsten Gefühle wieder eine Zeit des Ego-Kampfes, der Schuldzuweisungen, des Unverständnisses folgten. 
Das ging so immer schön abwechselnd,
 aber die Nähe und Tiefe war auch immer wieder da
 und sie planten ihr erstes Wiedersehen.
Aufgeregt und unsicher geschah es dann und brachte die Bestätigung, 
da ist etwas, was beide bisher so nicht kannten. 
Die Augen verrieten es. 
Ein Blick ganz tief in die Seele des anderen zeigte die Verbindung und machte ihnen klar, sie hatten etwas miteinander zu tun, 
zu erledigen, zu klären.
Das war aber auch verwirrend und sie fühlten sich durchschaut,
 erkannt und schwankten zwischen „Mauer hoch ziehen“
 und „offen bleiben“. 
Und die eine Seele bekam auf einmal das Gefühl, sie sei angekommen, fühlte sich wie „zu Hause“, obwohl ihr doch eigentlich alles fremd sein müßte. 
Sie genoss das sehr, erkannte aber zu dem Zeitpunkt noch nicht,
 wo die Sehnsucht nach diesem „zu Hause“ noch hinführen würde
 und das diese Augenblicke dafür ein „Türöffner“ waren.
Und weiter ging es mit dem gegenseitigen Spiegeln der noch zu bearbeitenden Muster.
Weiter mit dem Hin und Her zwischen Verständnis und Herzlichkeit bzw. Egokampf und Schuldzuweisungen.
Dann war auch diese Zeit zu Ende 
und die eine Seele tauchte wieder in ihr Leben ab. 
Das war dann meist der Punkt, wo sie sich beide wieder voneinander entfernten und die nächsten Verständigungsschwierigkeiten auftraten. 
Die Zeiten, wo jeder mit sich beschäftigt war
 und sie sich nicht annähern konnten, wurden länger.
 Es fiel ihnen immer schwerer, sich dem anderen mitzuteilen 
und ohne Missverständnisse miteinander umzugehen.
Die eine Seele wollte noch einmal einige Zeit für sich sein 
und fuhr ohne besondere Erwartungen an ihren Lieblingsort. 
Und dort erhielt sie als Geschenk schöne Stunden mit der anderen Seele, sie berührten sich gegenseitig tief im Herzen, 
so als ob sie sich noch einmal an dieses bestimmte Gefühl erinnern sollten.
 Daran, wie es sein wird, wenn sie den ganzen Weg gegangen sind
 und wieder im Licht bei all den anderen Seelen sein dürfen,
 die sie schon sehnsüchtig erwarten.
Denn nach diesem „sich erinnern“ wurde es noch schwerer,
 ein Miteinander zu finden. 
Jeder war auf seinem Weg,
 jeder fand sich in den Prozessen wieder, 
die am tiefsten gingen, die die meiste Kraft brauchten,
 die keine Kraft ließen, 
sich noch mit dem anderen auseinanderzusetzen.
Und so geschah es auch immer wieder,
 dass sie sich gegenseitig verletzten, 
sich so klar spiegelten, 
dass ihnen nichts anderes übrig blieb,
 als endlich bei sich zu schauen und die alten Muster zu erlösen. 
Doch auch wenn sie es sich gewünscht hätten,
 das gemeinsam zu machen, funktionierte es nicht.
 Eine Verständigung war kaum noch möglich.
So ging jeder seinen Weg weiter, 
wenn auch mit viel Trauer im Herzen und oftmals weinender Seele.
 Doch sehen sie auch ihr Ziel immer näher kommen, 
fühlen schon die anderen Seelen hinter dem Schleier und freuen sich, 
wenn sie beide dann wieder miteinander in Liebe vereint sein werden. 
Denn diesen Dienst einer anderen Seele zuteil werden zu lassen,
 ist etwas, was jede Menge Mut erfordert, 
aber auch viel Vertrauen und die Gewissheit, 
dass man immer Eins sein wird.

Die Geschichte einer Seelenliebe – 
wie wird sie wohl weiter gehen?
Wann ist die Zeit gekommen, 
die Liebe in dem anderen zu sehen ?








Dienstag, 21. Juli 2020

Atme Veränderung ein

Das Atmen ist eine faszinierende Möglichkeit, die Dinge zu verändern.
 Es geht um das Bewusstsein, 
dass ich mit dem Einatmen der Lebensenergie, 
die mit der Luft in die Lunge eindringt 
und von dort aus weiter, wenn ich es so will, 
bis tief in den Kern dessen, der ich bin, gelangt.
 Immer, wenn ich auf so etwas wie ein Problem stoße, 
wenn ich eine Veränderung wünsche, 
wenn mir etwas Unangenehmes aufstößt, 
kann ich genau das EINATMEN. 
Ich wähle ganz bewusst,
 mich mit dieser Energie zu verbinden, 
sie anzunehmen.
Solange ich einige Dinge, Begebenheiten, Menschen, Situationen
 oder was auch immer, ablehne, 
erzeugt das einen Widerstand in mir, 
der mich nur noch fester daran bindet und das, was ich ablehne, 
dazu bringt, immer wieder in meinem Leben aufzutauchen –
 bis ich es dann letztendlich doch irgendwann annehme. 
Das gelingt ganz leicht, indem ich es bewusst einatme.
Aber man kann damit auch alte Programme lösen,
 die noch tief unbewusst in einem vorhanden (und aktiv) sind, 
die uns in irgendeiner Form an die Gesellschaft oder alte Gewohnheiten, 
Versprechen oder Schwüre hier auf diesem Planeten binden, 
so dass wir komplett frei werden können,
 um unsere eigenen Programme in unser Inneres zu installieren.
 Damit können wir dann unsere eigenen Geschichten bewusst kreieren. 
Und das ist Meisterschaft.
Es bedeutet, dass wir überhaupt nicht mehr an die bekannte 
und aktuelle gesellschaftliche Programmierung aus dem
 Massenbewusstsein gebunden sind.
Dazu braucht man nur 
in einer ruhigen Stunde ganz innig 
mit sich selber sein und bewusst atmen. 
Das kann man immer wieder machen, 
einfach nur bewusst mit sich selber sein. 
Keine Vorstellungen, Imaginationen oder Visualisierungen, 
nein, einfach nur in das eigene Herz hinein fühlen und atmen,
 ohne eine Agenda zu haben.
Abgesehen davon, dass es dazu dient, sich lebendiger zu fühlen, 
ist es auch noch gut, wenn man Schwierigkeiten mit der Selbstliebe 
oder Selbstannahme hat. 
Das LEBEN, das wir einatmen,
 bringt uns in die Balance zurück,
 und das bedeutet auch: Gesundheit. 
Es kostet nichts,
 fühlt sich gut an, 
macht lebendiger,
bringt Gesundheit 
und alle Veränderungen, die du dir nur wünschen kannst. 
Warum, zum Teufel, 
fällt es den Menschen so schwer, 
das Leichte zu tun?



Ich werde dir sagen, was dein Problem ist ...

@-frei nach C. Lanterne-
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Du wartest darauf, dass jemand kommt, der dich rettet, 
weil du immer noch nicht verstanden hast, 
dass das niemals passieren wird!
Und weisst du warum?
Weisst du, warum dich niemand retten kann?
Weil niemand dein Leben an deiner Stelle leben kann.
Was du tun kannst, ist jemanden zu suchen, 
mit dem du dieses Leben liebst, sogar an den Tagen, 
an denen du das Gefühl hast, dass es beschissen ist.
Jemand, der dich lieben lässt.
Jemand, der dich dazu bringt, dich selbst zu lieben - 
denn die Wahrheit ist, dass du vor dir selbst davon läufst.
Deswegen triffst du immer auf die falschen Menschen.
Deswegen versuchst du so zu sein, wie alle anderen es gerne hätten.
Du fliehst vor dir selbst, vor dem, was du wirklich bist.
Und gnadenlos lässt du dich von Menschen zerstören, 
die dich nicht lieben.
Jetzt hör auf! Es ist genug!
Schau dich im Spiegel an.
Du bist voller Verletzungen, weil du gekämpft hast 
und selbst wenn du es nie bemerkt hast, 
hast du immer alleine gekämpft.
Steh auf und geh zurück ins Feld.
Lass deine Wunden draussen atmen.
Hab keine Angst, dich wieder zu verletzen.
Das wird passieren.
Das ist das Risiko, das man eingeht, wenn man lebt.
Aber weisst du was?
Du kannst auch in tausend Stücke zerbrechen, 
du kannst dich fühlen, als würdest du sterben - 
aber wenn du erst lernst aufzustehen, 
schwöre ich dir, dass du unschlagbar sein wirst.
Die Wahrheit lebt, du lebst.
Du hast nicht verloren.
Du hast mit dir selbst gekämpft.
Du wurdest verletzt,
bist tausend Mal gefallen,
und tausendmal bist du aufgestanden.
Dieses Mal schaffst du es.
Du wirst es immer schaffen,
denn wer aufsteht, verliert niemals.
Geh zurück und kämpfe.
Geh zurück und wenn es sein muss, tu dir weh - 
für das, woran du glaubst.
Erwarte nicht Prinz oder Prinzessin Charming.
Rette dich selbst!
Lebe, was du bist!
Und du wirst sehen, 
dass sich irgendwann jemand in deine Verletzungen verliebt 
und in die Kraft, die in deinen Augen brennt - 
weil du verstanden hast, dass dein Glück mit dir selbst beginnt!



Was ist Freiheit ...?

Eines Tages fragte ich Gott:
„Was ist Freiheit?“
Und Gott antwortete:
„Geliebtes Kind,
frei bist du dann,
wenn du alles Haben-Wollen und Sein-Wollen aufgibst,
und dich dem Leben schenkst
mit allem, was in dir ist,
mit all deinen Begabungen und Talenten,
mit all deinen Tränen und Ängsten,
mit all deinen Träumen und Visionen,
mit all deinen Enttäuschungen und Desillusionen,
mit all deinen Verrücktheiten und Unsicherheiten,
mit all deinen Erfahrungen und Entwicklungen,
mit all deinen Wünschen und Sehnsüchten,
mit all deinen Grenzen und Entscheidungen,
wenn du nichts mehr zurück hältst,
und dich dem Leben zumutest – genau so, wie du bist.
Frei bist du dann, wenn du JA sagen kannst
zu allem, was in dir und außerhalb von dir existiert,
unabhängig davon, ob es dir gefällt oder nicht.
Frei bist du dann, wenn du dich
vom Fluss des Lebens tragen lässt,
durch ruhige und auch durch stürmische Zeiten.
Frei bist du dann, wenn du aufhörst,
dich oder andere zu bekämpfen,
zu verurteilen und abzuwerten.
Frei bist du dann, wenn du
auch all deine Widerstände und NEINS
annimmst und ihnen ein JA schenkst.
Das Leben sagt immer JA – zu dir, und zu allem was ist.
Wenn du dir und dem Leben, so wie es sich zeigt,
ein bedingungsloses JA schenken kannst,
dann bist du frei.“


Sonntag, 19. Juli 2020

An die Männer dieser Welt

Liebe Männer dieser Welt!
Ich möchte euch heute im Namen vieler Frauen diese Zeilen widmen,
denn die Zeiten haben sich so stark verändert, 
dass es mir ein dringendes Bedürfnis ist dies zu tun.
Obwohl ich mir nicht anmaßen kann für jede einzelne Frau zu sprechen,
so weiß ich doch um das tiefe wahre Wesen, das in allen von uns wohnt.
 Von diesem Ort aus versuche ich einiges zu beschreiben,
auf dass wir einander wieder begegnen können,
 auf eine tiefere, liebevollere Art wonach sich so viele Menschen sehnen.
Liebe Männer,
die Zeiten die hinter uns liegen waren für alle schwierig.
Schwer zu erkennen was abläuft, 
schwer, da so vieles so verworren, undurchdringlich schien.
Wir Frauen gingen durch schrecklich viele Schmerzen.
 Ihr Männer, die ihr heute lebt tragt daran nur einen bedingten Anteil,
 denn die Schmerzen die wir durchlebten sind alt, Jahrhunderte alt.
Wir haben sie übernommen von unseren Ahnen, aus unseren Kulturen,
 trugen viele uralte unerlöste Schandtaten in uns herum,
ohne genau zu wissen was eigentlich vor sich ging.
Viele von uns durchlebten auch in diesem jetzigen Leben große Schmerzen,
 als eine Wiederholung und Erinnerung daran, was durch uns
 und in uns zur Heilung kommen musste und muss.
Viele dieser Schmerzen wurden uns auch durch euch Männer
erneut zugefügt.
Ich weiß, dass ihr vor einer großen Verwirrung steht, 
wenn ihr euer eigenes Handeln nicht mehr verstehen könnt 
und nicht wisst, was ihr nun tun könnt.
Ihr musstet uns daran erinnern,
ihr musstet uns den Dienst erweisen 
all das Alte noch einmal zu durchleben
 um es zur Heilung zu bringen.
Wir Frauen mussten viele Schmerzen erlösen,
wir mussten uns aus Jahrhunderte langer Unterdrückung befreien
und lernen uns zu behaupten.
Bei einigen von uns hat das dazu geführt,
dass sie versucht haben besser zu sein als ihr es seid.
Sie wollten sich und der Welt beweisen, dass sie euch nicht brauchen.
In Wahrheit spricht aus ihrem Handeln ihre eigene tiefe Verletzung
und der unbändige Wusch ohne euch leben zu können.
Leider hat das bei euch dazu geführt, 
dass ihr nicht mehr wisst wozu ihr überhaupt noch 
von euren Frauen gebraucht werdet.
So stehen wir heute nicht selten vor einem Problem,
das sich wie folgt gestaltet:
Viele von uns wissen nicht mehr, 
wie sie ihren Liebsten begegnen sollen,
 was sie überhaupt brauchen und möchten.
Viel Verzweiflung ist spürbar – auf beiden Seiten.
Doch das Blatt wendet sich bereits.
 Ich möchte im Namen all jener Frauen, 
welche so weit sind und dies möchten, um Vergebung bitten.
Wir konnten mit euch so schwer umgehen,
da wir so häufig an all die alten Wunden erinnert wurden.
Wir mussten uns immer wieder zurückziehen,
auch wenn wir es äußerlich oft nicht taten,
 innerlich entfernten wir uns von euch und ihr konntet das spüren.
Es tut mir leid, dass euch das so sehr verletzt und verwirrt hat.
Es tut mir leid, 
dass ich und viele andere Frauen nicht mehr in der Lage waren 
klar zu äußern was wir denn nun wirklich von euch wollten.
Ich möchte dass ihr wisst, dass es damit zu tun hat, 
dass wir euch einerseits tief lieben 
und uns von euch selbstverständlich angezogen fühlen, 
andererseits hatten wir aber auch die Aufgabe
 uns aus vielen alten Abhängigkeiten zu befreien.
So sehr euch das verwirrt hat,
so hat uns das auch selbst immer wieder erschüttert.
Ihr müsst das alles wissen, damit wieder Frieden
und Verständnis zwischen uns erwachsen kann.
Die schlimmste Zeit liegt hinter uns.
Die tiefsten Wunden konnten viele Frauen bereits zur Heilung bringen. Heute fällt es uns daher leichter uns wieder, unsere tiefe Liebe,
unseren Respekt und unsere Achtung vor eurem wahren Sein
 auch wirklich zu fühlen – und nicht nur so zu tun als ob das so wäre,
während die tiefsten Schmerzen bohrten und nagten,
die wir einfach nicht wahrnehmen wollten oder konnten.
Ich möchte euch gerne sagen 
wie wunderbar ihr seid!
Viele von euch haben, 
während wir Frauen unsere Prozesse durchliefen, 
ebenfalls viel dafür getan, sich ihrer eigenen verletzlichen Seite zu widmen,
 sie anzunehmen und zu ehren zu beginnen.
Ich möchte all diesen wunderbaren, starken Männern 
meinen tiefsten Respekt und meine Hochachtung aussprechen, 
denn in der Welt in der wir leben
 ein anderes Bild eines Mannes nach außen zu tragen
ist weiß Gott eine Aufgabe, die unglaublich viel Stärke und Mut erfordert. 
So wie wir alle mussten wir uns mit vielen unliebsamen, 
schmerzhaften Erfahrungen herumschlagen.
Es ist so wunderbar, wenn ihr euch traut
eure wahre tiefe verletzliche Seite zu offenbaren.
Ich kann euch versichern,
dass es nichts Entwaffnenderes auf dieser Welt gibt,
als offenes, wahrhaftes Teilen
was sich tief im Herzen und der Seelen regt.
Aber selbst das müsst ihr nicht, ihr dürft es aber.
Seid wie ihr seid.
Seid stark, wenn euch danach ist, 
seid wild, vielleicht auch aggressiv wenn es passend ist.
Seid so, wie ihr euch fühlt.
Jedoch bitten wir euch um eines:
tut nicht so, als wärt ihr anders als ihr seid.
Spielt nicht den starken Mann, wenn ihr euch schwach fühlt.
Gebt euch nicht schwach, wenn ihr es gar nicht wirklich fühlt,
 nur weil ihr vielleicht glaubt wir möchten das.
Ihr wisst es selbst, dass wir Frauen dieses Spiel durchschauen -
ob wir es zugeben oder nicht.
 Ihr wisst auch, dass genau das euch mitunter große Angst macht,
weil ihr vielleicht manchmal denkt so wie ihr wirklich wärt,
wärt ihr gewiss nicht liebenswert oder wir würden euch nicht wollen.
Ich kann euch versichern, dass das nicht stimmt.
Wer immer euch das erzählt hat, hat euch angelogen, genauso wie wir
 Frauen auch angelogen wurden, was unser wahres Frau-Sein betrifft.
Ich möchte um Vergebung bitten dafür, dass wir so lange nicht wussten, 
wie wir uns auf einer tiefen Seelenebene begegnen konnten.
 Zu viele der Lügen und falschen Vorstellungen standen zwischen uns.
Alle sie mussten wir erst verlieren um endlich wieder klarer sehen können, um endlich wieder die Liebe in ihrer reinen Form spüren zu können.
Die Liebe die wir für uns selbst haben, aber vergaßen,
die Liebe die wir für euch in uns tragen und immer tragen werden,
 auch wenn sie mit so viel Ballast zugeschüttet war.
Was wir von euch möchten, ist euch wirklich wahrhaft kennen zu dürfen, 
so wie ihr seid,
ohne Masken und ohne euch zu verstellen.
Wir wissen allerdings, 
dass das auch von uns verlangt diesen Mut aufzubringen, 
denn niemand kann etwas verlangen 
was er/sie selbst nicht zu geben bereit ist.
Wir möchten, dass ihr so seid, wie ihr seid, 
auch wenn euch das Angst macht.
Wir empfinden es als ein unglaublich großes Geschenk,
 wenn ihr euch auf diesen Weg begebt und dabei eure Verletzlichkeit
 und Unsicherheit zu Tage tritt, denn wir wissen selbst wie viel Mut 
es erfordert solche Schritte zu tun, 
es zu wagen einem anderen Menschen zu gewähren
 so tief in die Seele zu blicken und sich völlig schutzlos zu zeigen.
Wir möchten das euch gegenüber auch zulassen können.
 Wir wünschen uns Raum, Zeit und Achtung euch
unser wahres Sein zeigen zu dürfen,
ohne dafür bewertet oder korrigiert zu werden.
Wir lieben es, euch mit Achtung und Respekt zu begegnen.
 Wir möchten euch einladen und willkommen heißen 
in unserem neuen Leben.
Egal ob ihr unsere Väter, Brüder, Freunde seid.
Wir möchten uns unserem Geliebten hingeben und mit ihm verschmelzen, 
genau so wie er jetzt ist, mit allem was er an sich mag oder nicht mag,
ohne Masken, egal ob stark, wild oder schwach einfach nur sein pures
 wahres Sein erblicken und lieben dürfen.
Ich möchte euch im Namen aller Frauen, 
die sich das ebenso wünschen wie ich selbst, 
euch die Hand reichen 
und euch aus tiefstem Herzen vergeben für all die Dinge 
an die ihr uns erinnern musstet. 
Ich möchte auch ebenso um eure Vergebung bitten,
 Vergebung für all die Missverständnisse die zwischen uns herrschten
 und herrschen, 
Vergebung für all die vielen Male in denen wir euch zu Tätern
 und uns selbst zu Opfern gemacht haben 
und nicht zu uns selbst stehen konnten, 
Vergebung für die vielen Male in denen wir euch nicht nehmen konnten,
 wie ihr seid und euch oder uns selbst statt dessen
 mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen beladen haben.

Es ist mein tiefster Wunsch, 
dass wir einander wieder begegnen können!

In Liebe
Eva-Maria Eleni


Text und Bilder copyright Eva-Maria Eleni