Donnerstag, 14. Januar 2021

Was wir lernen aus der Krise...

@Leopold Zillinger
Viele von uns fragen sich immer noch, 
was können wir von der Krise lernen? 
Was macht sie mit uns? 
Mit uns in den Familien, 
mit uns in unserem Leben als Kind, 
als Eltern, 
als Kollegin,
 Freund und Bürger eines Landes, 
als Mensch auf diesem Planeten.
Ist sie tatsächlich eine Chance dafür, 
das eigene Weltbild zu überdenken? 
Die eigenen Wahrheiten zu hinterfragen 
und welche meiner Charakterzüge hat meine Persönlichkeit 
in den letzten Wochen bevorzugt? 
Und welche Einsichten werde ich weiter pflegen 
und welche gleich wieder loslassen und verdrängen, 
wenn alles wieder in eine alltägliche Normalität zurückkehrt?
Für mich habe ich beobachtet:
Überall dort, 
wo für einander Verständnis gelebt wurde, 
sind wir zusammengerückt.
Überall dort, 
wo dämonisiert wurde, 
ist noch mehr Angst entstanden.
Überall dort, 
wo wir Schuld suchten, 
wurde vorwiegend Ohnmacht geboren
und überall dort, 
wo wir einen respektvollen Sinn erkannten, 
ist die Lebensfreude geblieben.
Wir durften erkennen,
 wer den Preis für unseren Luxus bezahlt.
Wir durften uns bewusstwerden, 
wer wir sind, wenn die Existenz zusammenbricht.
Wir durften den Wert unserer Liebe auf engstem Raum überprüfen
und feststellen, wem, was oder wie wir vertrauen. 
Und wozu?
Manche durften erkennen,
 dass sich ihr Leben längst schon in einer Krise befand.
Auf Grund von Mangelbewusstsein, von Verlustängsten,
 von fehlendem Selbstwert und der Verweigerung, 
sich bedingungslos zu lieben.
Und manche durften erkennen, 
wie es sich anfühlt im sicheren Hafen seines Herzens zu sein.
In der Zuversicht, im Miteinander, im Urvertrauen.
Also was dürfen wir aus der Krise lernen?
Sie spiegelt uns.
Sie spiegelt das was wir sind. 
Persönlich, individuell.
Sie spiegelt uns unsere Sicht auf die Welt.
Sie spiegelt uns unser tiefsten Überzeugungen.
Denn wir sind ein Teil von allem.
Wir sind das Kind am Fließband in der Fabrik, irgendwo in Indonesien.
Wir sind der Walfänger, der Soldat und der Händler an der Börse.
Wir sind der Mönch in Tibet und der Frachter mit tausenden Containern.
Wir sind auch „Ärzte ohne Grenzen“, „Greenpeace“ 
und „Amnesty International“.
Wir sind Nobelpreis, wir sind „Nachbar in Not“ und Klimaschutz.
Wir sind Erfinder, Entdecker, Beschützer, Bewahrer, Alltagshelden,
Mütter und Väter.
Wir sind die Vielfalt von allem was möglich und unmöglich ist.
Wir sind die Schöpfer.
Also was dürfen wir aus der Krise lernen?
Das wir sie erschaffen haben …



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