Freitag, 21. Januar 2011

Mein großes Thema “Selbstliebe”, ich kann es nicht!!!!

von Johanna-Merete Creutzberg – geschrieben am 14.1.2011 http://ashnameta.de/

   … schrieb mir gerade eine Klientin im Beratungs-Chat.
Oh doch!
Es ist nur so, dass wir uns erst (wieder) daran erinnern müssen, wie es sich anfühlt!
Und das ist für die meisten Menschen gar nicht so leicht denn alles, was es dazu braucht,
 hat man ihnen seit der Geburt systematisch abgesprochen und wegtrainiert!
Wer kann sich daran erinnern z.B. gehört zu haben:
„Es ist wundervoll, dass es Dich gibt!“
  „Ich liebe Dich genau so, wie Du bist“.
  „Mach weiter so, das ist genial!“
Vermutlich findet man sich eher hierin wieder:
 „Wenn Du … machst, dann hat die Mama Dich ganz doll lieb.“
Oder „Der Esel nennt sich selbst zuerst“.
Oder: „Du bist gar nicht artig, mach so weiter, dann hat die Mama hat Dich nicht mehr lieb“.
Oder „Warte, bis der Papa nach Hause kommt. …“
Es gab reichlich Forderungen, viel Kritik, ein Zurechtstutzen auf das Maß des anderen.
Auf diese Weise hat man ihnen systematisch die bedingungslose Liebe, die Freude ist, reine Glückseligkeit im Augenblick, erwartungslos, unabhängig und frei von Urteilen und Bewertungen, förmlich ausgetrieben und stattdessen die „Wenn Du …. – dann ….“ – Erwartungen,
die Abhängigkeiten erzeugen und unfrei machen, eingepflanzt.
Heute erfährt man in Freundschaften, Beziehungen oder Partnerschaften doch viel mehr dass man nicht so geliebt wird, wie man ist, sondern so, wie man gefälligst sein sollte, weil der andere es so haben will.
Wobei die Crux ist, dass dieser Forderungskatalog noch nicht einmal klar und deutlich vermittelt wird, sondern erwartet, man müsse das doch wohl selbst wissen.
Nun sollte man annehmen, dass das irgendwann erkannt wird und der Wunsch nach Veränderung entsteht, endlich anzukommen, glücklich zu sein mit sich selbst, sich wohlzufühlen,
auch in einer intakten Liebesbeziehung.
Weit gefehlt!
Statt sich mit der eigenen Sehnsucht, den Wünschen, Schmerzen, Ängsten, Eifersucht, Unsicherheiten, Misstrauen… zu beschäftigen, wird weiter im Außen re-agiert, dem anderen vorgeworfen, was er falsch mache, was von ihm alles nicht käme, wie verletzend er durch sein Verhalten sei usw.
Viele Frauen und immer mehr Männer haben ein ganzes „Drehbuch“ im Kopf, in dem der andere von ihnen besetzt wird, obwohl dieser noch nicht einmal die Einladung zum Casting bekam!
Was nicht passt, wird passend gemacht, in ihren Gedanken.
Es geht so weit, dass sie aus einem: „Ich liebe Dich nicht (mehr)“,
 ein: „Er weiß es nicht, aber ich fühle genau, dass er mich liebt, das werde ich ihm schon beibringen.“
In ihrem Film (ihrer Realität) hat er die Hauptrolle, ob er will oder nicht, und auch sie spielen natürlich mit, erleben alles, was sie sich wünschen … bis die Realität sie einholt, in der sie erkennen,
dass nichts von dem, was sie erwarten, tatsächlich geschieht.
Und so erleben die meisten Menschen:
Das, was ich will, das krieg ich nicht.
Das was ich krieg, das will ich nicht!
Alles dreht sich Tag für Tag nur um diesen einen Gedanken:
Endlich DEN einen zu finden, zu haben, zu be-halten, der genau das tut, was sie sich so sehr wünschen:
Sie zu lieben.
Begegnen sie dann wirklich einem Menschen der sich für sie interessiert, bringen sie von allem zuviel,
 sind fordernd, eilig, klammern, wollen alles wissen, kontrollieren, immer mit ihm zusammen sein
und wundern sich, dass der andere recht schnell Reißaus nimmt.
Sie begreifen nicht, dass ihr Verhalten den anderen schlicht überfordert, besonders dann,
wenn er selbst ebenfalls nie gelernt hat, was Liebe wirklich ist.
Menschen die lieben, finden Wege –
alle anderen erfinden Ausreden!
Und es gibt unzählige Ausreden …. – viel mehr als echte Liebeserklärungen.
Warum?
Weil die wenigsten Menschen sich selbst lieben, ihrer Selbst bewusst sind – das fehlt ihnen völlig.
 Sie haben gelernt, dass die Meinungen anderer über sie wichtiger sind als ihre eigene.
Davon machen sie sich abhängig und versuchen so zu sein, wie sie annehmen,
dass andere sie gern sehen würde.
Nachfragen tun sie auch das nicht.
Nur, wer sich selbst vertraut,
seiner Selbst sicher ist,
seinen Selbstwert erkannt hat,
selbstständig sein will,
d.h. unabhängig, selbstbestimmt, eigenverantwortlich, sich selbst akzeptiert, sich selbst lieben kann
 und selbst vertraut, wird diese Liebe auch im Außen erfahren.
Dieser Mensch beschenkt sich und andere, weil er es bewusst will und er-leben kann!
Sich selbst zu lieben ist ganz einfach:
Sei Dein eigener Liebhaber und mach alles das mit Dir,
 was Du von einem Partner gern hättest.
Das kann richtig Spaß machen, man kann es genießen, es ist eine Herausforderung und wundervolle Bereicherung des eigenen Seins, bedeutet aber auch, dass erkannt, erfühlt,
endlich wahrgenommen werden will:
Wer bin ich denn eigentlich?
Was will ich?
Was ist mir wichtig?
Womit fühle ich mich wohl?
Wie fühlt sich mein Körper an?
Kann ich akzeptieren, dass ich die No.1 in meinem Leben bin?
Was will ich nicht.
Womit fühle ich mich unwohl?
Was ist in meinem Leben zu finden, das ich gar nicht darin haben will?
….
Was Du ausstrahlst, kommt zu Dir zurück. Das ist das ganze Geheimnis!
Wie Innen, so Außen.
Das Nachfolgende schreibt ein junger Mann, noch nicht einmal 20 Jahre alt:
Vielleicht gibt es auf der Welt irgendwo ein Mädchen, die so offen ist, liebt ohne Agenda
 (=Pläne, Ziele, Regeln), die “verletzlich” ist,
die dem einfach nicht im Weg steht, weil sie (sich selbst) er-kennt…
Nicht, dass ich eine Beziehung brauche, aber die würde ich kennenlernen wollen.
Es ist so selten. …
Und ein älterer Mann antwortet ihm darauf:
Ja, es gibt sie.
Jedoch …… die Liebe zu ihr führt über das eigene Herz.
Wie ich festgestellt habe, bremse ich mich selbst dabei,
ihre Liebe zu mir fließen zu lassen,
bevor ich nicht mindestens das gleiche Gefühl mir selbst gegenüber
in meinem Herzen fühle, allein in mir, durch mich, ICH.
Genau so ist es!
Erst, wenn ich gelernt habe, mich selbst zu lieben,
ergibt sich das Geliebt werden ganz von allein.
Zu diesem Text passt auch mein Artikel „Beziehung“ – von Liebe, Glück und Harmonie,
den man gern bei mir bestellen kann, ebenfalls kostenlos.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.